Skip to content
Home » Biologie Lernmaterial » Bakterien & Viren – was ist der Unterschied?

Bakterien & Viren – was ist der Unterschied?

Bakterien & Viren - was ist der Unterschied

Viren und Bakterien. Man hört von ihnen, man sieht sie eigentlich nie und man fürchtet sie doch immer wieder. Doch wo sind überhaupt die Unterschiede zwischen den beiden Organismen, die uns in unserer Vorstellung so viele Probleme machen?

Viren und Bakterien. Man hört von ihnen, man sieht sie eigentlich nie und man fürchtet sie doch immer wieder. Doch wo sind überhaupt die Unterschiede zwischen den beiden Organismen, die uns in unserer Vorstellung so viele Probleme machen?

Leben und nicht-Leben

Bakterien sind teil des Lebens. Sie verfügen über einen Stoffwechsel, können sich vermehren, sich regenerieren. Sie sind keine Tiere, sondern gehören zu einem anderen Teil des Lebens, aber eben zu einem Teil des Lebens.

Viren sind nicht teil des Lebens. Lange war unklar, was sie eigentlich sind, aber einhellig stuft man sie nicht zum Leben ein, sondern allerhöchstens zu einer „Vorstufe des Lebens“. Viren sind auch gern als „infektiöse Partikel“ bezeichnet worden. Es ist kein Lebewesen, hat keinen eigenen Stoffwechsel, kann sich nur mithilfe anderer Stoffwechsel verbreiten (Zellen von Menschen etwa) und wären alleine total hilflos.

Größe

Man mag es für unerheblich halten, wenn wir in unserer Welt des Meters leben, aber Bakterien und Viren sind unterschiedlich groß. Und zwar erheblich. Bis zu hundertmal größer sind Bakterien im Vergleich zu Viren. Das hängt natürlich von der Art des Bakteriums und des Virus ab, aber dieser Abstand ist ein guter Wert. Das heißt, der ungefähre Abstand zwischen Viren und Bakterien ist so, als stellte man einen Menschen von 1,80 Größe neben einen Wolkenkratzer von 180 Meter Höhe. Und so macht es doch einen großen Unterschied, der für uns nicht die große Rolle spielt. Aber es sind ganz andere Dimensionen.

Komplexität

Bakterien sind wesentlich komplexer als Viren. Bakterien verfügen über eine Zellwand und einen komplexeren inneren Aufbau, wo sich im Zytoplasma verschiedene Stoffwechselprozesse abspielen und Dinge ablaufen, die man als „Leben“ bezeichnen kann und die auch in menschlichen Zellen ablaufen.

Viren sind hingegen einfach. Strenggenommen sind sie nur Erbgut von Proteinen umhüllt. Und einige Viren haben auch noch eine weiter schützende Fettschicht um sich herum. Daher ist Händewaschen in der Coronapandemie so wichtig, weil die Seife diese Hülle und damit das Virus zerstört. Weiter hat das Virus nichts, nur Hülle und Erbgut und nichts, wo ein Stoffwechsel oder eine Aktion ablaufen könnte.

Bakterien als starke Verbündete

Viele Bakterien sind starke Verbündete und ohne sie könnten wir gar nicht existieren. Wir nehmen uns immer als eigenständige Individuen wahr, die selbstständig handeln können, und doch sind wir abhängig von anderen Lebewesen und wir Menschen tragen sie mit uns herum und das sind mehrere Kilo anderen Lebens, was doch zu uns gehört. In unserem Darm sind Bakterien am Werke, die mit ihrem Stoffwechsel unsere Gesundheit nicht nur stärken, sondern beeinflussen können. Eine sogenannte kaputte Darmflora kann eine Katastrophe für unseren Körper sein und so viele Dinge durcheinander bringen. Es ist also gut, dass in unserem Darm alles in Ordnung ist und wir genug von den richtigen Nährstoffen zu uns nehmen. Bakterien sind mit die stärksten Verbündeten in unserem Leben, ohne deren Existenz gar kein Leben wie unseres möglich wäre. Abgesehen von den kleinen Organismen auf unserer Haut, die einen schützenden Film bilden.

Viren haben keinen wirkungsvollen Mechanismus für uns, auch wenn sich im Laufe der Zeit ihre DNA in unsere eingegliedert hat, zwischen 10 und 20 Prozent unserer DNA ist von Viren, die sich über Milliarden von Jahren eingeschlichen haben. Aber sie helfen uns nicht so, wie Bakterien uns helfen, weil sie keinen Stoffwechsel haben, sondern sich einfach nur vermehren wollen, parasitär, den Wirtskörper (Zelle) zerstörend, damit die neuen Viren frei werden.

Was hilft

Es war eine der größten Erfindungen der Menschheit, als man das Antibiotikum entdeckt hat. Penicillin wäre dafür ein Beispiel. So viele Schrecken der Menschheit, die auf für uns schädliche Bakterien zurückzuführen sind, konnte man damit in den Griff kriegen. Superresistente Keime machen hier aber immer her und mehr Probleme, doch noch hilft es. Jedoch zerstört zu übermäßiger Antibiotikakonsum die oben erwähnte Darmflora, denn Bakterium ist Bakterium für die Mittel gegen Bakterien.

Viren machen hier schon wesentlich mehr Probleme. Es gibt Medikamente gegen spezielle Viren. Virostatika helfen, die Reproduktion von Viren zu hemmen oder zu verhindern, doch gegen viele Viren ist noch immer kein echtes Kraut gewachsen. HIV lässt sich mit Medikamenten gut behandeln, doch das hat sehr lange gedauert und eine Impfung ist noch immer nicht in Sicht.

Zudem sind Viren im Gegensatz zu Bakterien überaus tückisch. Hat man einmal das Herpesvirus im Blut, ist das Virus für immer im Körper und niemals kriegt man es da wieder heraus. Diese Hinterlist der Viren ist ein Problem und deshalb sollte man mit Viren niemals scherzen oder sie auf die leichte Schulter nehmen.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.