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Erdhummelnest im Garten umsiedeln/entfernen – geht das?

Erdhummelnest im Garten umsiedeln

Es summt und brummt – im Frühjahr bis in den späten Sommer sind Erdhummeln auf der Suche nach Nahrung. Erdhummeln sind ein wichtiger Bestandteil der Natur. Sie bestäuben sämtliche Pflanzen und bilden einen wichtigen Teil des ökologischen Systems. Wenn sie Menschen zu nahe kommen, werden sie als Gefahr angesehen – in einigen wenigen Fällen stimmt das auch. Aber dürfen Erdhummeln im Garten umgesiedelt oder entfernt werden?

Es summt und brummt – im Frühjahr bis in den späten Sommer sind Erdhummeln auf der Suche nach Nahrung. Erdhummeln sind ein wichtiger Bestandteil der Natur. Sie bestäuben sämtliche Pflanzen und bilden einen wichtigen Teil des ökologischen Systems. Wenn sie Menschen zu nahe kommen, werden sie als Gefahr angesehen – in einigen wenigen Fällen stimmt das auch. Aber dürfen Erdhummeln im Garten umgesiedelt oder entfernt werden?

Erdhummeln – liebenswerte Bestäuber

Obst und Gemüse: Ohne unsere fleißigen Helferlein wäre der Planet Erde tot. Hummeln, wie auch Bienen, gehören zu den nützlichsten kleinen Insekten. Wer zu Hause eine Erdhummelnest entdeckt, der braucht keine Angst zu haben. Fühlen sich die Hummeln bedroht, machen sie sich bemerkbar, bevor sie wirklich stechen. Erdhummeln, gehören neben Wespen und Bienen zu Tieren, die in Deutschland unter Artenschutz stehen.

Erdhummeln – Sprache verstehen

Wie reagiert der Mensch auf Erdhummeln? Sollte sich im Garten ein Erdhummelnest befinden, empfiehlt es sich, ruhig zu bleiben. Sie lassen sich gut verscheuchen, dem langsame Bewegungen eingesetzt werden. Auch Kinder können lernen, den Hummeln fernzubleiben. Dazu kann das Nest am Boden großflächig abgesperrt werden. Erdhummeln sind sehr genügsam. Zudem sollte auf blumige Parfüms und bunte Kleidung im Garten verzichtet werden.

Nur wenn die Erdhummel sich extrem bedroht fühlt, sticht sie. Vorher warnt sie, indem sie das mittlere Beinchen hebt. Dabei gibt sie oft tiefes brummen von sich. Liegt die Hummel auf dem Rücken und zeigt mit ihrem Po auf die betreffende Person, ist sie ebenfalls bereit zu stechen. Verfolgen wird eine Hummel nur in den aller seltensten Fällen – man bringt sich am besten aus dem Gefahrenbereich, indem man sich entfernt.

Allergie gegen Erdhummeln

Rund 1 % der Bevölkerung reagiert allergisch auf Hummel- und auch Wespen- sowie Bienenstiche. Ein Stich kann zu einer anaphylaktischen Reaktion führen, die sofort ärztlich behandelt werden muss. Bei 99 % der Bevölkerung wird die Schwere des Stiches in Grade eingeteilt:

  • Grad 1 umfasst einen Juckreiz und Ausschlag, der am ganzen Körper auftreten kann.
  • Grad 2 kann mit zusätzlichen Magen-Darm-Beschwerden einhergehen.
  • Bei Grad 3 kommen zusätzlich Atemnot und oder Erstickungsangst hinzu und
  • Grad 4 kann zusätzlich über Herzrasen und Bewusstlosigkeit zu einem anaphylaktischen Schock führen.

Wer sich nicht sicher ist, ob er allergisch reagiert, der kann im Vorfeld einen Antigentest machen lassen.

Erdhummelnest umsiedeln oder entfernen?

Das wichtigste zuerst: Ein Erdhummelnest darf nicht einfach so umgesetzt oder auch entfernt werden. Zum einen stehen die Tiere unter Naturschutz, zum anderen werden sie bei einem solchen Angriff aggressiv – und damit kann es tatsächlich zu gefährlichen Situationen kommen. Ein solches Unterfangen darf daher nur von einem Experten durchgeführt werden, der die Tiere mit speziellen Geräten einfängt und dann auch umsiedelt.

Hinweis: Ein solcher Experte (unter anderem ein Imker oder ein Mitarbeiter der örtlichen Naturschutzbehörde) wird durch das zuständige Landratsamt bestimmt – dort können auch weitere Erkundigungen eingeholt werden.

Unter welchen Voraussetzungen ist eine Umsiedlung möglich?

Ein Erdhummelnest darf nur umgesiedelt werden, wenn eine lebensbedrohliche Gefahr besteht. Zum Beispiel, wenn ein Erdhummelnest sich ungünstig neben einem Haus befindet, indem ein Allergiker wohnt und dieser demnach nicht mehr in seinem Haus bleiben kann, weil sein Leben mit einem Hummel-stich bedroht würde.

Wie lange bleiben Erdhummeln?

Die Erdhummeln beziehen ihr Nest nur ein Jahr. Sie kommen im Frühjahr und gehen im Herbst. Für das nächste Jahr suchen sie sich eine andere Bleibe. Wenn die Befürchtung besteht, dass sich im Folgejahr andere Insekten einnisten, kann das Erdhummelnest im Winter ausgegraben werden.

Wer gerne Hummeln in seinem Garten haben möchte, aber nicht eben direkt am Haus, der kann es mit einem Insektenhotel versuchen – eben, am Rande des Gartens angebracht.

Hinweis: Die Kosten für die Umsiedlung müssen im Regelfall vom Hausbesitzer getragen werden. Im Durchschnitt werden hierfür rund 100 EUR fällig.

Fazit

Erdhummeln sind äußerst friedliche Geschöpfe. Jeder, der ein Erdhummelnest im Garten hat, der kann sich glücklich schätzen – die wichtigen Bestäuber sind schon da! Nur in Ausnahmefällen dürfen die Nester von einem Fachmann umgesiedelt – aber keinesfalls zerstört werden. Mit wenig Achtsamkeit können Hummeln und Menschen ganz wunderbar den Sommer miteinander verbringen. Und diese Gelegenheit eignet sich auch hervorragend für Kinder, die gerne etwas dazulernen möchten.

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