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Ratte & Maus – was ist der Unterschied?

  • by Anatoli Bauer

Die Mäuse

Die drei bis zehn cm kleinen, grauen bis braunen Hausmäuse leben gerne auf landwirtschaftlichen Dachböden, wo sie ihr Lieblingsfutter Getreide finden. Ihr Bauch weist meist eine hellere Färbung auf. Auch in Haushalten mit reichlichem Futterangebot fühlen sie sich wohl. Katzen wurden von den Ägyptern als heilig angesehen, weil sie sich im Normalfall von Mäusen ernährten und so den Vorrat der Bauern schützten.

Die Langschwanzmaus gehört auch zur Gattung der Nagetiere. Wie der Name schon sagt, besitzt sie einen etwas längeren Schwanz.

Mäusebefall

Der beste Schutz vor Nagern ist Hygiene. Verpacken Sie Lebensmittel in dicht schließende Gefäße. Säubern Sie Laden mit Essigwasser. Entsorgen Sie keine Lebensmittel in der Toilette, sondern auf dem Komposthaufen. Schließen Sie die Kellerfenster im Herbst. Achten Sie auf Mauerlöcher. Entdecken Sie Mäusekot, empfiehlt sich eine noch nicht allzu verwöhnte Katze. Achten Sie aber darauf, dass kein Rattengift ausgestreut wurde, das auch der Katze schadet oder diese auch tötet. Keinesfalls die Katze einsperren.

Mit Lebendfallen können Sie Mäuse oder Ratten wieder ins Freie befördern. Auch ein Kammerjäger kann gerufen werden.

Die nützliche Spitzmaus

Die Spitzmaus ist die Kleinste.. Die Landtiere verstecken sich unter Steinen, im Gebüsch, unter Laub und in selbst gegrabenen Höhlen, aber auch Maulwurfsbauten sind ihnen willkommen. Im Winter suchen sie Keller und Scheunen auf. Ein erwachsenes Tier misst von Kopf bis Schwanz gerade einmal sechs bis acht Zentimeter und bringt eineinhalb bis zwei Gramm auf die Waage. Dennoch verschlingen sie täglich mehr Futter, als ihr Körper wiegt. Ihre Hauptbeute sind jedoch Insekten. Der Land- und Fortwirtschaft bringen sie daher Nutzen.

Mit Artgenossen verständigt sich die Spitzmaus mit hohen, zirpenden oder zwitschernden Lauten. Tote Spitzmäuse findet man oft in der Natur, da sie von Katzen, Hunden, Mardern oder anderen Raubtieren aufgrund ihres Jagdinstinktes zwar getötet, aber nicht gefressen werden. Das liegt am durchdringen Moschusgeruch der Spitzmäuse. Ihr Hauptmerkmal ist – wie der Name schon sagt – ihr spitz verlaufender Kopf. Wenn Ihnen ihre Katze eine Spitzmaus vor die Türe legt, ist das eine Art Dankesgabe der Katze an Sie. Die Katze geht davon aus, dass Sie sich freuen. Sie weiß nicht, dass Menschen keine Mäuse mögen.

Die schlauen Ratten

Die nachtaktiven, scheuen Tiere sind sehr gesellig. Die Hausratte hat schon Seltenheitswert. Inklusive ihres Schwanzes misst sie ca. 24 cm. Hausratten haben lange Ohren und sind eher schlank. Viel häufiger sind die Wanderratten. in der Kanalisation fühlen sie sich wohl, dort finden sie ihr Lieblingsfutter. Sie können die Wanderratte aber auch im Keller finden. Da sie scheu sind, werden sie eher die Spuren – Kot und strengen Geruch – wahrnehmen. Für Abwasser-Betriebe ist Rattenbekämpfung Pflicht, um übertragbare Krankheiten zu unterbinden. Wanderratten fallen durch einen kompakten Körper auf. Sie erreichen eine stattliche Körperlänge von acht bis vierzig Zentimeter. Die Schwanzlänge variiert. An der Oberfläche ist ihr Fell meist schwarz. Es kann aber auch grau, braun bis rötlich sein. Pfoten und Schwanz sind nur spärlich oder gar nicht behaart.
Im Gegensatz zur Hausratte besitzen sie kleine Ohren.

Ratten kamen im Mittelalter nach Europa. Die Pest haben die Tiere nicht selbst übertragen, es war der Rattenfloh, der sich in ihrem Fell breit macht. Wie andere Wildtiere können Ratten viele Krankheiten übertragen. Jedoch übertragen sie vorwiegend jene Krankheiten, die in der Region ohnehin vorkommen.

Das Haustier Ratte

Die gewitzten, gezähmten Tiere werden auch als Haustiere gehalten. Meist ist ihre Farbe weiß. Ratten brauchen unbedingt Gesellschaft, Einzelhaltung ist Tierquälerei. Bedenken Sie auch, dass Sie im Urlaub, bei Abwesenheit eine Vertretung brauchen, die oft nicht leicht zu finden ist, da viele Menschen Scheu haben, mit Ratten umzugehen. Bevor Sie sich für eine Ratte als Haustier entscheiden, nehmen Sie einmal eine Ratte in die Hand, um sicher zu gehen, dass Sie den Eigengeruch der Ratte mögen und mit den kitzelnden Pfötchen zurecht kommen. Keinesfalls verträgt sich eine Ratte mit Katze oder Hund!

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