Home » Biologie Lernmaterial » Rattenlöcher im Garten erkennen & was tun? – Anleitung

Rattenlöcher im Garten erkennen & was tun? – Anleitung

  • by Anatoli Bauer
Rattenlöcher im Garten erkennen & was tun

Haus- und Wanderratten zählen zu Schädlingen, die niemand in seinem Haus oder Garten haben will. Diese Nager sind klug, anpassungsfähig und vermehren sich rasant. Weil Ratten sehr klug sind, ist die Bekämpfung schwierig. Weil Ratten schnell zu einer großen Plage werden können, ist es wichtig, Rattenlöcher im Garten frühzeitig zu erkennen. Der folgende Beitrag beschreibt, wie Rattenlöcher erkennbar sind und was dagegen zu tun ist.

Merkmale von Rattenlöchern

Ratten hinterlassen nicht nur Spuren am Obst und Gemüse, sondern in Form von Löchern auch im Boden. Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um Rattenlöcher handelt, muss der Boden in der Umgebung inspiziert werden. Falls dabei spindelförmiger Kot gefunden wird, der dem Aussehen von einem Reiskorn ähnelt und tiefschwarz glänzt, handelt es sich um Rattenlöcher. Hat der Kot eine graue Farbe, ist er alt und es ist wahrscheinlich, dass sich die Ratte nicht mehr im Garten aufhält.

Weitere Anzeichen für Ratten im Garten

Tagsüber halten sich die Nager in ihren Erdbauten auf. Beim Graben dieser Unterschlüpfe bleiben bestimmte Laufwege zurück. Sie sind bei genauem Hinschauen erkennbar. Als Eingang zur Rattenhöhle legen die Nager mehrere Löcher an. Rattenlöcher sind dauerhaft offen und besitzen einen Durchmesser von circa 5 Zentimetern.

Spuren, die von Ratten an Obst und Gemüse hinterlassen werden, lassen sich eindeutig identifizieren. Die Nagespur besteht aus zwei parallel verlaufenden Rillen. Weil Ratten immernagen müssen, auch wenn sie nicht hungrig sind, verursachen sie im Garten große Schäden. Rattenlöcher lassen den Rasen ungepflegt aussehen. Als Überträger verschiedener Krankheiten gefährden sie die Gesundheit von Menschen und Haustieren. Es ist deshalb von grosser Wichtigkeit, Rattenlöcher im Garten zu erkennen und eine Lösung zu finden, die Tiere loszuwerden.

Tipps gegen Ratten im Garten

Sobald festgestellt wird, dass sich Ratten im Garten angesiedelt haben, müssen sämtliche Nahrungsquellen beseitigt beziehungsweise für die Nager unzugänglich gemacht werden. Zur Bekämpfung von Ratten können eingesetzt werden:

  • Schlagfallen
  • Lebendfallen
  • Giftköder
  • technische Geräte
  • Hausmittel
  • natürliche Feinde
  • Kammerjäger

Schlagfallen

Schlagfallen töten Ratten und sind deshalb effektiv. Allerdings lassen damit nur einzelne Exemplare fangen, der Rest der Gruppe bleibt verschont und meidet künftig Schlagfallen.

Lebendfallen

Mit einer Lebendfalle lassen sich einzelne Tiere lebend fangen. Auch diese Fallen werden künftig von den übrigen Tieren gemieden. In diesem Fall besteht die Option, die Form der Falle und/oder den Köder zu wechseln. Besonders gut alsRattenköder Rattenköder eignen sich Nugatcreme, Schokolade und Erdnussbutter. Weil Ratten nahezu immer die gleichen Wege benutzen, ist es zu empfehlen, die Fallen dort aufzustellen. An Stellen, an denen bereits eine Ratte in die Falle gegangen ist, lassen sich keine weiteren Exemplare mehr fangen. Die Falle muss an einem anderen Platz positioniert werden.

Giftkoeder

Rattengift ist in zahlreichen Varianten erhältlich und sollte nur im Freien eingesetzt werden. Es muss unbedingt sichergestellt sein, dass weder Kinder, eigene Haustiere oder die Haustiere von Nachbarn die giftigen Köder finden können. Die Folgen können dramatisch sein. Empfehlenswert ist eine Giftköderbox, die ins Rattenloch gestellt und anschließend mit Erde zugeschüttet wird. Bekommt die Ratte Hunger, frisst sie den Köder. Tote Ratten müssen sofort entfernt werden.

Technische Geräte

Mit ihrem empfindlichen Gehör können Ratten auch für Menschen nicht hörbare Töne aus dem Ultraschallbereich wahrnehmen. Im Handel sind verschiedene Geräte erhältlich, die derartige Töne erzeugen. Weil Katzen und Hunde diese Töne ebenfalls nicht mögen, sind sie für Haustierhalter ungeeignet.

Hausmittel

Ratten zu töten oder zu fangen ist wenig sinnvoll. Stattdessen sollte der Garten für die Nager unattraktiv gemacht werden. Ratten lassen sich mit Gerüchen, die sie nicht mögen, vertreiben. Geeignet sind:

  • Katzen-, Frettchen und Hundehaare
  • Essigessenz
  • Terpentin
  • scharfes Chili-Pulver
  • Pfeffer
  • Gewürznelken
  • Pfefferminze
  • alle Zitrusdüfte

Natürliche Feinde

Der dauerhafte Aufenthalt von Hunden und Katzen ist oft ausreichend, dass sich Ratten ein anderes Revier suchen.

Kammerjäger

Bei einer großen Population muss ein professioneller Schädlingsbekämpfer hinzugezogen werden. Er bekämpft den Befall mit diversen wirkungsvollen Präparaten und Methoden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.