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Warum hat Alufolie 2 Seiten? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Weil sie ein praktischer Alltagshelfer ist, findet sie sich in so gut wie jedem Haushalt – die Aluminiumfolie. Auch wenn sie nicht mehr ganz unumstritten ist und es durchaus auch Alternativen dazu gibt, wird Alufolie nach wie vor gern genutzt, um Lebensmittel unterschiedlichster Art vor Luft und Feuchtigkeit geschützt zu verpacken. Aber auch bei der Zubereitung von Speisen kommt sie zum Einsatz, zum Beispiel beim Backen oder beim Grillen. Wer einmal genauer hinsieht kann erkennen, dass Alufoliezwei verschiedene Oberflächen besitzt – hat dies einen speziellen Grund und sollte man dies bei der Verwendung von Alufolie berücksichtigen?

Die Herstellung von Alufolie

Die haushaltsübliche Alufolie besteht aus Reinaluminium, welches auf eine Dicke von gerade einmal 0,01 bis 0,015 Millimetern glattgepresst wird und dann auf den bekannten Rollen in den Verkauf geht. Die Pressung erfolgt mit riesigen Walzen in mehreren Schritten. Um die Produktion sehr dünner Alufolien effektiv zu gestalten, wird doppellagig gewalzt. Die äußeren Seiten der zwei Folien kommen dabei mit den polierten Walzen in Kontakt und erhalten dabei eine glatte und glänzende Oberfläche, während die Innenseiten der zwei Folien lediglich im Kontakt zueinander gewalzt werden und somit eine matte, etwas rauere Schicht entsteht. Die zwei verschiedenen Seiten der Alufolie sind dementsprechend rein auf den Herstellungsprozess zurückzuführen und müssen bei Verwendung im Alltag, zum Beispiel beim Verpacken von Speisen, nicht berücksichtigt werden.

Die zwei Seiten der Alufolie aus physikalischer Sicht

Wer sich in Sachen Physik etwas auskennt könnte trotzdem der Meinung sein, dass es einen Unterschied macht, welche Seite der Alufolie nach außen zeigt, denn Licht und Wärme werden von glänzenden Oberflächen stärker reflektiert. Sollen Lebensmittel in der Alufolie länger warm gehalten werden, wäre also die logische Folge, dass die glänzende Seite nach innen geschlagen wird. Und um andererseits Speisen länger kühl zu halten, zeigt die glänzende Seite entsprechend nach außen. Rein physikalisch ist dies nicht verkehrt, allerdings wirkt dieser Effekt erst bei sehr hohen Temperaturen, etwa ab 500 Grad. Somit spielt es im alltäglichen Gebrauch keine große Rolle, welche der beiden Seiten von Alufolie nach außen oder nach innen zeigt.

Egal ob man die Reste des letztens Abendessens aufbewahren möchte, ob man das Pausenbrot sicher verpacken möchte oder ob beim Grillen das Fleisch vor direktem Feuer geschützt werden soll – Alufolie ist ein praktischer Alltagshelfer. Dennoch gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Diese Lebensmittel bitte nicht in Alufolie verpacken

Aluminium kann aus Verpackungen und Folien in Lebensmittel übergehen, daher sollten besonders saure, basische oder salzhaltige Lebensmittel nicht mit Alufolie in Kontakt gelangen, da sich ansonsten das Leichtmetall löst und mit dem Nahrungsmittel verbindet. Dies gilt zum Beispiel für Tomaten, salzhaltiger Käse wie Feta, Fruchtmus oder Kompott aus Äpfeln oder Rhabarber, Zitrusfrüchte oder auch gekochter Schinken. Hier eignen sich alternative Verpackungen wie Plastikfolie, Tupperdosen oder Bienenwachstücher.

Alufolie lässt sich unter Berücksichtigung dieser Hinweise also sehr unkompliziert und flexibel als Verpackungsmittel von Speisen oder Hilfsmittel in der Küche verwenden und ganz egal welche der Oberflächen nach außen zeigt, man macht nichts falsch!

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