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Warum ist Ohrenschmalz bitter? – einfache Erklärung

  • by Anatoli Bauer

Ohrenschmalz ist ein Produkt der Drüsen im Gehörgang. Es dient als natürlicher Schutz gegen Bakterien und andere mikrobielle Eindringlinge in den Ohren, hält die Ohrgegend feucht und schmiert den Gehörgang. Einige weniger bekannte Funktionen von Ohrenschmalz sind, dass es potenziell schädliche Geräusche abblockt und sogar eine antiseptische Wirkung hat.

Ohrenschmalz besteht aus verschiedenen chemischen Bestandteilen, einschließlich Talg und Keratin. Diese Substanzen enthalten verschiedene Mineralien und Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Eisen. Die Bitterkeit von Ohrenschmalz wird hauptsächlich durch die Spurenelemente Zink und Kupfer verursacht. Zink ist ein Geschmacksverstärker, der oft in Lebensmitteln verwendet wird, um den Geschmack zu verbessern. Kupfer ist ein weiteres Spurenelement, das häufig in kleinen Mengen in Lebensmitteln gefunden wird und einen bitteren Geschmack hat.

Die Bitterkeit von Ohrenschmalz ist ein natürlicher Nebeneffekt der chemischen Reaktionen, die im Ohrenschmalz stattfinden. Das Spurenelement Zink hat auch antibakterielle Eigenschaften, die zusammen mit den fettigen und wachsartigen Bestandteilen des Ohrenschmalzes dazu beitragen, Bakterien abzutöten. Die Bitterkeit von Ohrenschmalz ist unangenehm, aber sie ist ein harmloser Nebeneffekt seiner natürlichen Schutzfunktion.

Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Ohrenschmalz auch einen evolutionären Zweck erfüllt. Bei Menschen und Tieren haben demnach Farbe und Konsistenz des Ohrenschmalzes einen großen Einfluss auf die Identität, das Geschlecht und den sozialen Status.

Sollte man Ohrenschmalz entfernen?

Ohrenschmalz sollte man im Idealfall nicht entfernen, da es ansonsten dazu führen kann, dass Bakterien in den Gehörgang eindringen. Allerdings ist es auch wichtig, gelegentlich Ohrenschmalz zu entfernen oder entfernen zu lassen, da überschüssiger Ohrenschmalz zu unerwünschten Folgen führen kann. Die Entfernung sollte jedoch nicht zu häufig erfolgen, da in Folge der Gehörgang austrocknet und anfälliger für Infektionen wird. Als Faustformel gilt hier: So selten wie möglich und so häufig wie nötig.

Überschüssiger Ohrenschmalz kann das Ohr verstopfen

Zu viel des Guten kann jedoch das Ohr verstopfen, da die normale Funktion der Ohren gestört wird. Ohrenschmalz ist ein natürlicher Schutzmechanismus, der das Ohr vor Bakterien und anderen schädlichen Substanzen schützt. Wenn jedoch zu viel Ohrenschmalz im Gehörgang angesammelt wird, kann dies zu einer Blockade des Gehörgangs führen. Dies wiederum kann zu einem Hörverlust führen, da akustische Signale nicht mehr richtig übertragen werden können.

Sollte man jedoch gelegentlich Ohrenschmalz entfernen, um eine mögliche Blockierung des Gehörgangs zu verhindern, sollte dies mit größter Vorsicht geschehen.

Wie sollte man Ohrenschmalz entfernen?

Um Ohrenschmalz zu entfernen, kann man ein Wattestäbchen verwenden, um die überschüssige Masse aus dem Gehörgang zu schieben. Man sollte jedoch darauf achten, dass man den Gehörgang nicht zu stark reibt, da sonst die natürliche Drüsenfunktion der Ohren beeinträchtigt werden kann.

Wenn Sie sicher sein wollen, können Sie Ohrenschmalz einfach und kontrolliert von einem Facharzt entfernen lassen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie ein hohes Risiko für Ohreninfektionen haben oder es bei Ihnen wiederholt in kurzen Zeitabständen zu einer Überproduktion von Ohrenschmalz kommt.

Um sicherzustellen, dass Ihre Gehörgänge in Ordnung sind, sollten Sie alle sechs Monate einen HNO-Arzt aufsuchen. Wenn Sie Ihre Ohren zu häufig von Ohrenschmalz befreien, kann es zu einer Entzündung im Gehörgang kommen. Ohreninfektionen können schmerzhaft sein und zu Hörverlust führen, weshalb es wichtig ist, sie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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