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Warum ist Quecksilber flüssig & giftig? – Aufklärung

Warum ist Quecksilber flüssig & giftig

Quecksilber ist für Menschen und Tiere sehr giftig. Es kann sehr schlecht vom Organismus ausgeschieden werden. Der Stoff reichert sich dadurch im Körper an und kann das zentrale Nervensystem schädigen. Quecksilber wirkt sich aber nur in größeren Mengen negativ auf den menschlichen Körper aus. Die Dosis, die in einem Fieberthermometer vorhanden ist, ist beispielsweise für eine lebensgefährliche Vergiftung zu gering.

Quecksilber ist für Menschen und Tiere sehr giftig. Es kann sehr schlecht vom Organismus ausgeschieden werden. Der Stoff reichert sich dadurch im Körper an und kann das zentrale Nervensystem schädigen. Quecksilber wirkt sich aber nur in größeren Mengen negativ auf den menschlichen Körper aus. Die Dosis, die in einem Fieberthermometer vorhanden ist, ist beispielsweise für eine lebensgefährliche Vergiftung zu gering.

Wie giftig ist Quecksilber?

Bei einer oralen Aufnahme von Quecksilber liegt die tödliche Dosis bei rund 30 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Somit liegt die Menge in der Regel zwischen 1 und 4 g. Ein Tod durch das Verschlucken von Quecksilber ist bisher nur sehr selten vorgekommen. Aber warum ist Quecksilber so gefährlich? Es handelt sich um ein stark wirkendes Nervengift. Dieses Gift ist ab er nur gefährlich, wenn die Dämpfe direkt eingeatmet werden. Sollte Quecksilber versehentlich verschluckt werden, ist es in den meisten Fällen ungefährlich. Das liegt unter anderem daran, dass Quecksilber vom Verdauungstrakt nicht aufgenommen werden kann. Es wird einfach unverändert wieder ausgeschieden. Der Quecksilberdampf kann dagegen das zentrale Nervensystem stark schädigen.

Was ist Quecksilber?

Es handelt sich um einen natürlich vorkommenden Stoff, der auf der ganzen Welt in der Umwelt vorkommen kann. Quecksilber ist aber auch ein Bestandteil der Steinkohle. Durch einen Verzehr von Fischen kann es passieren, dass der menschliche Körper Methylquecksilber aufnimmt. Aber auch metallisches und anorganisches Quecksilber kann vom Körper in Form von Inhalationen aufgenommen werden. Das kann nicht nur Nerven- sondern auch Nierenschäden verursachen. In Deutschland stammen die Belastungen bei Menschen auch durch Amalgam-Zahnfüllungen. Quecksilber kommt zum größten Teil aus natürlichen Quellen. Es wird beispielsweise durch Geysire, Steppen- oder Waldbrände oder durch Vulkanausbrüche freigesetzt. Aber auch Menschen setzten Quecksilber frei, wenn sie Kohle für die Energieerzeugung verbrennen. Durch diesen Prozess gelangt das meiste Quecksilber in die Atmosphäre. So kann es sich über den kompletten Globus verteilen. Über die Niederschläge gelangt Quecksilber in den Boden oder das Wasser, bevor es in die tiefen Sedimentschichten gelangt.

Quecksilber schadet nicht nur Menschen, sondern auch der Umwelt

Auch für Tiere kann Quecksilber schädlich sein. Es reichert sich häufig in Fischen oder anderen Wasserlebewesen an. Das hat zur Folge, dass Tiere, die viel Fisch zu sich nehmen, häufig auch mit einer hohen Dosierung an Quecksilber belastet sind. Zu diesen Tieren gehören Raubfische, Robben, Otter, Wasser- und Greifvögel. Eine hohe Dosis Quecksilber kann zur einer Verhaltensveränderung und Schädigung des Nervensystems führen. Forscher haben bei Tieren, die stark mit Quecksilber belastet wurden festgestellt, dass es zu einer verminderten Fortpflanzungsrate gekommen ist.

Was kann passieren, wenn man Quecksilber anfasst?

Wenn man Quecksilber anfasst, kann es passieren, dass der feine Dampf vom Körper aufgenommen wird. In der Regel geschieht das über die Atemorgane. Von der Lunge aus gelangt es ins Gehirn und ins Blut und kann Lähmungen, Schlafstörungen und Unruhe auslösen. Aber warum ist Quecksilber flüssig? Das liegt an seiner einmaligen Elektronenkonfiguration. Der flüssige Aggregatszustand liegt aber auch daran, dass es zwischen den einzelnen Quecksilberatomen keine stabile Bindung gibt. Es handelt sich um ein silberweißes Schwermetall. Im Vergleich zu Wasser ist Quecksilber 13,5 mal so dicht.

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