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Warum sind Chihuahuas so aggressiv? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Für viele ist es mit Sicherheit die niedlichste Hunderasse: Chihuahuas. Mit einem Gewicht von durchschnittlich 1,5 bis 3 Kilogramm sowie einer Größe von etwa 23 Zentimetern wurde der Chihuahua zum kleinsten Hund der Welt gekürt. Doch das hält ihn nicht davon ab, ebenfalls für sein großes Ego bekannt zu sein. Viele Chihuahuas sind überaus aggressiv und beißen und bellen sich durchs Leben. Selbst vor größeren Artgenossen haben sie keine Angst, doch warum hat gerade der kleinste Hund der Welt ein solches Aggressionsproblem? Dem gehen wir heute auf den Grund.

Die häufigsten Gründe für ein aggressives Verhalten

Chihuahuas gelten als aggressive Hunde, sodass einige sogar mehr Angst vor Chihuahuas als den deutlich größeren Kampfhunden haben. Weshalb viele Chihuahuas so aggressiv reagieren, hat verschiedene Gründe. Wir stellen Ihnen die sechs häufigsten Ursachen für Aggressionsprobleme vor.

1. Falsche Erziehung

Der häufigste Grund für ein aggressives Verhalten ist die Erziehung. Auch, wenn Chihuahua sehr klein und niedlich sind, sind es dennoch Hunde mit gewissen Bedürfnissen. Viele Chihuahua-Besitzer verhätscheln den Hund aber an allen Ecken und Enden, sodass das Verhalten des Tieres maßgeblich davon beeinflusst wird. Das bedeutet, Chihuahuas können sich nicht richtig entwickeln, gerade gegenüber anderen Hunden. Oftmals werden sie auf dem Arm herumgetragen und das soziale Miteinander mit Artgenossen geht dadurch verloren. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Chihuahuas eine korrekte und umfangreiche Erziehung erfahren. Dadurch können bereits viele Aggressionsprobleme umgangen werden und gleichzeitig fügt sich der Chihuahua ins „Rudel“ der Familie ein.

2. Verhalten wird unterstützt

Vor allem Junghunde testen ihre Grenzen aus. Bei Chihuahuas ist das nicht anders, doch gerade bei Welpen wird schlechtes Verhalten häufig unterstützt. Es wird als niedlich oder süß abgetan, wenn der winzige Chihuahua andere Hunde anbellt, auf den Fingern herumkaut oder andere aggressive Verhaltensweisen an den Tag legt. Würde es sich jetzt um eine größere Hunderasse handeln, würden solche negativen Verhaltensmuster direkt unterbunden werden, bei einem Chihuahua ist das oftmals nicht der Fall. Dulden Sie also solches Verhalten, ist es nicht überraschend, wenn sich jenes im Alter gefestigt hat.

3. Von einem Trauma beeinflusst

Holen Sie Ihren Chihuahua aus dem Tierheim, kann es durchaus sein, dass Ihr Tier unter einem Trauma leidet. Zum Beispiel wurde er beim vorherigen Besitzer geschlagen, von Artgenossen drangsaliert oder hat andere schlechte Erfahrungen gemacht. Kommt er mit solchen Situationen erneut in Berührung, kann sich die Abwehrhaltung in Aggressionen widerspiegeln. Insofern ist es kein klassischer aggressiver Akt, sondern eine Form von Selbstschutz und Angst. Bemerken Sie das aggressive Verhalten also nur in bestimmen Situationen, könnte ein vorheriges Trauma schuld daran sein.

4. Schutz vor Bedrohungen

Hunde sind Tiere und fühlen sie sich bedroht, reagieren sie dementsprechend. Chihuahuas sind keine Ausnahme, wobei jene durch ihre Größe noch deutlich öfter in bedrohliche Situationen geraten. Dabei kann die Bedrohung auch von der eigenen Familie ausgehen, wenn Sie zum Beispiel zu grob mit Ihrem Hund spielen. Aber auch bei anderen Tieren zeigen Sie oftmals die Aggressionen, denn jene werden vom Chihuahua als Bedrohung angesehen. Unwichtig, ob die Bedrohung am Ende real ist oder nicht. Die Aggressionen sind also nur ein Schutzmechanismus.

5. Herrchen oder Frauchen schützen

Es ist überraschend, dass sich die kleinen Chihuahuas als Schutzhunde sehen. Jedoch ist die Rasse dafür bekannt, dass jene Menschen und Gegenstände schützt, welche sie als wichtig empfindet. Darunter fällt natürlich auch die eigene Familie. Es kann also gut sein, dass ein Chihuahua sich aggressiv gegenüber anderen Menschen verhält, wenn diese ihren geliebten Menschen zu nahekommen. Sie wollen ihr Rudel lediglich schützen und jene vor Schaden bewahren.

6. Schmerzen oder Verletzungen

Sicherlich kennen Sie es, dass Ihnen Schmerzen oder Verletzungen auf die Stimmung schlagen. Bei Hunden ist es nicht anders, denn leidet Ihr Chihuahua unter verschiedenen Schmerzen, könnte sich das in Aggressionen widerspiegeln. Besonders, wenn Sie diese Schmerzen verstärken, wie durch Hochnehmen des Tieres. Verhält sich Ihr Hund also plötzlich in alltäglichen Situationen aggressiv, gehen Sie sicherheitshalber zu einem Tierarzt. Schmerzen können von Verletzungen oder Erkrankungen stammen, die passend behandelt werden müssen.

Was können Sie gegen Aggressionen tun?

Die anschließende Lösung ist von der Ursache abhängig. Angefangen mit einer guten Erziehung, denn damit können Sie bereits viele Probleme aus der Welt schaffen. Treten hingegen spezifische Aggressionen in bestimmten Momenten auf, müssen Sie jene in Angriff nehmen. Zum Beispiel können Sie bedrohliche Situationen direkt entschärfen, die Traumata langsam aufarbeiten, gutes Verhalten loben und bei Bedarf einen Tierarzt aufsuchen.

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