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Warum sind Insekten wichtig? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Warum sind Insekten wichtig?

Sie können fliegen, laufen, schwimmen und krabbeln, die kleinen Wesen um uns herum. Manchmal regen sie uns auf, weil sie auch stechen oder lästig sein können. Doch diese kleinen Tiere aus der zoologischen Klasse der Insekten sind auch für uns als Menschen überlebenswichtig. Albert Einstein hat einmal gesagt, dass, wenn die Bienen aussterben, auch die Menschen aussterben, nach vier Jahren.

Insekten sorgen für leckeres Obst

Bienen, Schmetterlinge und auch Fliegen bestäuben die blühenden Bäume, von denen wir im Herbst die leckeren Äpfel und Birnen ernten, sie sammeln Nektar und wir können davon Honig gewinnen. Ameisen bevölkern zu Millionen unsere Wälder, Wiesen und wohnen sogar in unseren Häusern. Manchmal nerven die kleinen Krabbeltiere, wenn sie sich dort niederlassen, wo eigentlich wir Menschen wohnen. Doch sie erfüllen alle ihre Aufgabe: Ameisen sind fleißige Sammlerinnen, die den Wald, die Wiesen und versuchsweise auch unser Haus sauber halten, indem sie Krümel und verendete Lebewesen vertilgen.

Von der Raupe zum Schmetterling

Zuerst sind sie nur winzige Eier, die ein Schmetterlingspaar irgendwo auf der Wiese in ein Schaumnest gelegt haben. Aus denen kommen kleine putzige Larven, die sich erst einmal mit Blättern und Knospen vollschlagen, um sich dann in eine Mumie, oder besser Puppe zu verwandeln. Darin verschlafen sie den Winter, als schaurig schöne Raupe klettern sie auf den Bäumen und im Gras, bis sie sich verwandeln. Die Metamorphose vollzieht sich in aller Heimlichkeit, bis der wunderschöne Falter mit seinen farbenprächtigen Flügeln in die Luft steigt und von uns entdeckt wird. Nun kann das voll ausgebildete Insekt mit seinem langen Rüssel Nektar aus den Blüten schlürfen und bestäubt so ganz nebenbei Blütenbestandteile mit dem Pollen der männlichen Blüten. So trägt jeder Schmetterling zum Erhalt der Pflanzenwelt bei.

Insekten sind lecker für viele Tiere

Insekten tragen zur Ernährung von vielen Tieren bei. Vögel, Nagetiere wie unsere Spitzmäuse, Frösche, Lurche und Kriechtiere. Selbst viele Fische wie die flinken Forellen hätten schlicht nichts zu beißen, ohne die Heerscharen von Mücken, Fliegen und Käfern. Was wäre eine Schwalbe, die im eleganten Flug um unsere Dächer flitzt, ohne die Mücken am Abend, die sie mit ihrem Schnabel fängt? Oder womit sollte eine Amsel-Mama die Jungen füttern, wenn es keine Heuschrecken, Käfer und Larven gäbe? Der Ameisenbär müsste sich komplett umstellen und die Spinnen hätten keine Beute mehr in ihren Netzen, wenn es keine Insekten mehr gäbe.

Wir leben in einer Welt mit den Insekten

Das wäre auch für uns Menschen ein schlimmes Problem, weil die Insekten Teil unseres Ökosystems sind und innerhalb der Nahrungskette nicht wegzudenken sind. Weil in der Pflanzen- und Tierwelt alles zusammenhängt, eines vom anderen abhängig ist. Das Vorkommen von bestimmten Käfern zum Beispiel in einer Gegend ist Indikator für eine intakte Umwelt. Verschwinden plötzlich Marienkäfer oder die bunt schillernden Libellen, deutet das auf eine Störung der Umwelt hin. Der Einsatz von Insektiziden, Trockenheit durch Raubbau in der Natur oder die übermäßige Bebauung mit Straßen, Häusern und Hallen verdrängt die Welt der Insekten. Doch die ist Teil auch unseres Lebens.

Alle Insekten sind wichtig

In früheren Zeiten wurden die Insekten nach Schädlingen und Nützlingen unterteilt. Der Schmetterling mit dem Namen Kohlweißling war zum Beispiel ein Schädling, weil seine Raupen die frischen Triebe der Kohlpflanzen genauso gern mochte wie die Menschen. Ein Nützling dagegen ist der Marienkäfer, der gern Läuse vertilgt. Doch dürfen wir Menschen die Insekten so bewerten? Haben nicht alle ihren Platz in unserem Ökosystem?

Holzwürmer sind auch sogenannte Schädlinge, weil sie die Balken unserer Dächer durchbohren und damit Schaden verursachen. Doch, wie wäre es, wenn im Wald plötzlich vom Wind gefällte Bäume nicht mehr verrotten, sondern für immer dort lägen? Da würde bald niemand mehr hindurchkommen zum Pilze suchen oder spazieren. Die Holzwürmer, also die Larven von Schwarzkäfern und Bockkäfern, zersetzen mit ihren Bohrern das Holz, sodass die Mikroorganismen gut an die organische Substanz kommen und den Baum so nach und nach wieder in Erde verwandeln können. Dieser Humus wiederum ist die Nahrungsgrundlage für eine neue Generation von Bäumen.

Die wachsende Weltbevölkerung braucht Nahrung

Wie ist das eigentlich mit den Mehlwürmern? Die können ja großen Schaden anrichten in der Lebensmittelindustrie, das Mehl für unsere Frühstücksbrötchen unbrauchbar machen? Das ist wahr, hier ist Mensch und Insekt Nahrungskonkurrent. Oder auch nicht? Vielleicht werden Mehlwürmer einmal ein wertvolles Nahrungsmittel für uns, die Menschen.

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