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Warum sind Pflanzen grün? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Pflanzen haben, egal welche Herkunft sie besitzen, eine schöne grüne Färbung. Bei einigen Pflanzen sind es nur die Blätter, die diese Färbung aufweisen. Bei anderen zeigt sich die Färbung in voller Pracht auf den Blättern, Ästen und Blüten.

Ausnahmslos grün – Die Pflanzenwelt

Die grüne Pracht der Pflanzen ist unumstritten und umringt uns jeden Tag. Doch wem haben wir diese zu verdanken?
Grund für die Färbung ist ein Farbstoff namens Chlorophyll. Man unterscheidet zwischen Chlorophyll a und Chlorophyll b. Aufgebaut ist der Farbstoff im Grunde exakt wie Hämoglobin, der Farbstoff unseres Bluts. Beim Hämoglobin befindet sich in der Mitte des Komplexes ein Eisenatom, welches für die rote Färbung verantwortlich ist. Beim Chlorophyll finden wir das Zentralatom Magnesium und somit eine auffällige grüne Eigenfärbung.

Chlorophyll kommt in den Chloroplasten der Pflanzenzellen vor und vollbringt dort Wunder. Chloroplasten sind die Zellbestandteile, in denen die Photosynthese stattfindet. Der grüne Pflanzenfarbstoff ist hier mitverantwortlich für die Photosynthese, die für jede Pflanze und für jeden Menschen überlebensnotwendig ist.

Warum ist das grüne Chlorophyll so wichtig für die Photosynthese?

Um diese Frage zu beantworten, muss man zuerst einmal wissen was Spektralfarben sind.
Das Licht, welches die Sonne ausstrahlt und die Pflanze zusammen mit CO2 für die Photosynthese benötigt, besteht aus mehreren Spektralfarben. Das kennt man z.B. auch vom Regenbogen, wenn der Regen das Licht der Sonne bricht und die verschiedenen Spektralfarben sichtbar werden.

Dieses Lichtspektrum trifft nun auf das grüne Blatt. Das Licht des grünen Wellenlängenbereichs (sozusagen der grüne Teil des Regenbogens) wird von dem Farbstoff Chlorophyll aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung reflektiert, also zurückgeworfen. Deshalb erkennt unser Auge die Farbe Grün.

CO2, Wasser und Licht = Photosynthese?

Den roten und blauen Teil des Lichtes absorbiert die Pflanze und nutzt diese Energie zusammen mit CO2 und Wasser, um Photosynthese betreiben zu können. „Absorption“ bedeutet so viel wie „Aufnahme“.
Als Produkte entstehen hierbei Zucker und Sauerstoff. Zucker nutzt die Pflanze als Wachstumsbaustein und für Ihre Atmungsprozesse und Sauerstoff ist fester Bestandteil unserer Erdatmosphäre. Er ist die Luft, die wir zum Atmen brauchen.

Warum kein grünes Licht?

Die Pflanzen erscheinen uns also nur deshalb grün, da sie Licht fast jeder Wellenlänge, außer grünem Licht absorbieren. Aber warum reflektieren sie gerade grünes Licht, statt es aufzunehmen? Die Erklärung liegt in den schwankenden Lichtverhältnissen der Atmosphäre aufgrund von Wind und Wolkenbildung. Damit Pflanzen ein breiteres Energiespektrum nutzen können, ist es wichtig, dass sie viele Arten von Licht für sich nutzen können. Rotes und blaues Licht kommen sehr häufig vor und sind deshalb ideal für die Photosynthese der Pflanze.

Grüner Pflanzenfarbstoff – wichtig für unser Überleben?

Da Pflanzen die Basis all unserer Lebensmittel darstellen, sind sie nicht nur für die Luft, die wir atmen zuständig, sondern auch für das Essen, das wir verspeisen dürfen. Sie sind zusammen mit Bakterien die Grundlage des Lebens.

Da sie zum Teil nicht sehr schnell wachsen ist auch hier Vorsicht gefragt, denn wir müssen darauf achten, dass genug Pflanzen vorhanden sind. Vor allem Bäume brauchen zum Teil sehr lange, bis sie ihre maximale Wachstumsgröße erreicht haben. Deshalb müssen wir umso mehr schützen was wir auf unserer Erde haben.

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