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Warum sind Röntgenstrahlen gefährlich? – Aufklärung

Warum sind Röntgenstrahlen gefährlich

Röntgen ist gerade im medizinischen Bereich ein wichtiger Teil von Untersuchungen. Dank ihrer Hilfe kann man das sehen, was unser bloßes Auge nicht erkennen kann – Knochen. Röntgenstrahlen haben eine weitaus höhere Energie als sichtbares Licht. Dadurch ist es ihnen möglich, durch Stoffe und Zellen zu dringen. Wie das Ganze aber schädlich sein kann – folgt gleich.

Röntgen ist gerade im medizinischen Bereich ein wichtiger Teil von Untersuchungen. Dank ihrer Hilfe kann man das sehen, was unser bloßes Auge nicht erkennen kann – Knochen. Röntgenstrahlen haben eine weitaus höhere Energie als sichtbares Licht. Dadurch ist es ihnen möglich, durch Stoffe und Zellen zu dringen. Wie das Ganze aber schädlich sein kann – folgt gleich.

Erstmal blicken wir in die Physik: Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen. Elektromagnetische Wellen sind periodische Schwingungen, das heißt sich kontinuierlich wiederholende Schwingungen und Wellen. Die sichtbaren Strahlen dieser Wellen zeigen sich in Form von Licht. Unsichtbar für unser Auge sind die Wellen außerhalb des sichtbaren Bereichs, welcher zwischen 400 nm (Nanometer) und 750 nm liegt. Außerhalb dieser Frequenz liegt unsichtbares Licht wie Infrarotlicht und Ultraviolettlicht (UV).

Neben Ultraviolett sind auch Radiowellen für unser Auge unsichtbar, genauso wie Ultraschall, Mikrowellen, Gammastrahlen, und unter anderem auch Röntgenstrahlen.

Um die Entstehung von Röntgenstrahlen zu verstehen, müssen wir uns erstmal den Aufbau eines Atoms ansehen.
Ein Atom besteht immer aus einem Atomkern und Atomhüllen. Wie viele Atomhüllen ein Atom besitzt, ist abhängig davon, wie viele Elektronen es besitzt. Sogenannte Elektronen sind negativ geladene Ionen, der Gegensatz dazu sind in dem Fall positiv geladene Ionen – die Protonen. Im Atomkern befinden sich neutrale Ionen, die Neutronen.

Diese kleinen Elektronen bewegen sich in ihrer Atomhülle – und es entsteht daraus eine Reaktion.
Beispielsweise die faszinierenden Polarlichter folgen keinem anderen Prinzip als dem eines Feuerwerks. Hier springen die Elektronen von einer Schale in die nächst höhere gelegene Schale und erzeugen somit elektromagnetische Wellen, die in Form von Licht wiederum sichtbar werden.
Das Prinzip folgt also ziemlich dem Newton´schen Gesetz: Aktion – Reaktion.

Bei Röntgenstrahlung entstehen elektromagnetische Wellen, wenn die Elektronen bei hoher Energie abbremsen oder ihre Bewegungsrichtung ändern. Dabei entstehen sichtbare Strahlen in den Hüllen der Atome. Im Gegensatz zu Licht aber erfolgt die Bildung von Röntgenstrahlen in den inneren Hüllen des Atoms. Ein Elektron muss unter hohen Temperaturen entfernt werden, entweder durch einen Zusammenstoß oder einem Beschuss von anderen Teilchen wie Elektronen.
Ein Röntgenstrahl ist keine normale Reaktion von Atomen, die so in der Natur erfolgen würde. Es muss chemisch nachgeholfen werden, die Strahlen werden in sogenannten Röntgenröhren erzeugt.

Warum aber sind gerade Röntgenstrahlen schädlich?

Wie zuvor erwähnt besitzen Röntgenstrahlen eine weitaus höhere Energie als sichtbares Licht. Sie können Stoffe ionisieren, also neutrale Ionen wie Neutronen aufladen, und sogar Zellen, Gewebe und DNA schädigen. Ionisierte Strahlen sind radioaktive Strahlen. Die Alarmglocken läuten – genau. Radioaktiven Strahlen sind wir sowieso jährlich ausgesetzt, aber in so einem minimalen Bereich, dass es uns nicht schaden kann. Denn radioaktive Strahlen kommen auch in der Natur vor, es ist also fast unmöglich, dem auszuweichen. Jedoch sollte man mit solchen Strahlen nicht zusätzlich häufiger in Kontakt treten.
Knochen und Zähne absorbieren die Strahlung, weshalb dann genau dort Schatten zu sehen sind. Das heißt für härteres Material in unserem Körper ist diese Strahlung weniger schädlich. Ein Röntgenstrahl bohrt sich jedoch auch durch Gewebe und Zellen und durch die in Zellen enthaltene DNA, um zu den Knochen durchzudringen.

Die Zellen jedoch können sich durch die Schädigung der Strahlen neu regenerieren, oder aber bei zu starker Strahlung absterben. Zellregeneration ist jedoch nichts abwegiges, es findet sekündlich unzählige Male in unserem Körper statt. Eine Zelle kann sich also gut regenerieren. Die Vorsicht ist jedoch bei der DNA geboten, also unserem Erbgut, denn Röntgenstrahlen können unsere Erbinformationen schädigen.

Besonders gefährlich und absolut untersagt ist eine Röntgenuntersuchung in der Schwangerschaft. Gerade so ein Fötus oder Kind in Frühstadium kann durch diese Zellschädigungen sogar sterben. Sie haben sich noch nicht vollstens entwickelt, die Körperfunktionen sind noch nicht ausgeprägt.
Röntgenstrahlung sollte also vermieden werden, wenn es nicht dringest notwendig wäre.

Mythos Mikrowelle

Genauso wie Röntgen erzeugt auch die Mikrowelle elektromagnetische Strahlen, die für uns schädlich sein können. Bisher ist das aber nicht wissenschaftlich nachweisbar, ob es unsere Zellen so schädigt wie Röntgen. Denn auch UV-Licht kann schädigend wirken. Es sei einfach bei all diesen Strahlen höhere Vorsicht geboten.

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