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Warum sind Salze spröde? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Salze sind Reaktionen von Säuren und Basen. Kationen, die positiv geladenen Ionen und Anionen, die negativ geladenen Ionen, reihen sich nebeneinander an. Diese Ionen gehen Ionenbindungen ein und bilden ein Ionengitter. Fast alle dieser Ionenbinungen nennt man Salze.

Doch warum wird ein Salz spröde?

Das liegt an der Kristallbildung im Ionengitter von Feststoffen. Bei mechanischer Bearbeitung haben Salze glatte Bruchkanten. Salze haben die Eigenschaften, hart und spröde zu sein. Das Spröde liegt aber am Ionengitter. Sehen wir uns den Aufbau dieses Gitters mal genauer an.

Geladene Ionen binden sich aneinander und gehen eine feste Verbindung ein. Sie reihen sich aneinander und bilden eine Art Gitter, das sogenannte Ionengitter. Zwischen den verbundenen Kationen und Anionen befindet sich Luft in den Gitterzwischenräumen. Wenn man also bei einer fertig entwickelten Salzstruktur draufschlägt, bricht das Gitter ein durch die Freiräume. Die Gitterstruktur wird zerstört und das Gebilde bricht ein. Somit wird das Salz spröde.
Salze sind fast immer wasserlöslich. Das Wasser überwindet das Ionengitter mit der Gitterenergie durch Hydratisierung.
Dadurch kann der ph-Wert eines Salzes verändert werden. Bleibt der ph-Wert jedoch gleich, so spricht man von neutralen Salzen.

Spröde wird ein Salz durch das sogenannte Kristallgitter. Wie der Name bereits sagt, findet man kristalline Strukturen in Kristallen und auch in Salz.
Die Besonderheit bei Salz ist, dass sich abwechselnd Kationen und Anionen im Strukturgitter aneinandergereiht sind. Wenn dieses Ionengitter durch äußerlich einwirkende Faktoren verschoben, so stehen sich Anionen und Anionen und Kationen und Kationen gegenüber. Wie aber bereits bekannt stoßt sich gleich mit gleich ab, die Folge: Der Kristall bricht an dieser Stelle. Deshalb ist Salz nicht biegsam und bricht sofort.

Sogar Metalloxide besitzen ein kristallines Gitter. Metalloxide bilden einen großen Teil der Erdkruste und gelten auch als Salze. Würde man also mit einem Hammer auf diese Struktur hauen, würde diese brechen. Jedoch kann die kristalline Struktur von Metalloxid verändert werden – durch Schmiedung. Eine amorphe Masse entsteht, es ist keine Schichtstruktur mehr vorhanden, wodurch das Metall erst stabil wird.

Salze sind Atomverbindungen aus Metallen und Nichtmetallen. Meist sind Salze in Gestein vorzufinden, in sogenannten Salzbergwerken wird Salz aus dem Gestein gearbeitet.

Salze sind in kristalliner Form Isolatoren, was heißt, dass sie nicht leiten. Das liegt daran, dass sich die geladenen Atome, die Ionen, in einer festen Struktur befinden und sich somit nicht bewegen können. Wenn man aber salze in Wasser löst, so löst sich auch das Gitter und die Ionen sind wieder frei beweglich. So ist also aufgelöstes Salz ein sehr guter Ladungsträger.

Natriumchlorid, bekannt als Speisesalz, hat wie die meisten salze einen sehr hohen Schmelzpunkt. Im Gegensatz zu Salz jedoch zählt Zucker nicht zu salzen, obwohl auch Zucker ein kristallines Gitter hat. Das, was bei Zucker fehlt, ist das für Salze typische Ionengitter.

Wir fassen also zusammen: Salze sind Feststoffe mit hohem Schmelzpunkt und kristallinem Gitter. Die ordentliche Anreihung von aufgeladenen Atomen, den Kationen (+) und Anionen (-), genannt „Ionen“, bildet ein Ionengitter. In diesem Ionengitter sitzen Kationen und Anionen fest aneinandergereiht in abwechselnder Reihenfolge. Wird so ein Gitter durchbrochen, durch zum Beispiel einen Schlag eines Hammers, so verschiebt sich das Ionengitter, Kation steht an Kation und Anion an Anion. Somit bricht die Struktur – die Folge: Das Salz wird spröde.

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