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Warum sind Vögel wichtig? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Egal, ob in aller Frühe oder wenn sich der Tag dem Ende entgegen neigt: das Gezwitscher und Tirili allerlei gefiederter Lebewesen gehört zur Umwelt wie der die Sonne und der Mond. Während sich die meisten Menschen an der Schönheit der Natur ganz besonders dann erfreuen können, wenn sie so lieblich besungen wird, ärgern sich wiederum andere über den „Lärm“ und unliebsamen „Klecksen“ auf dem doch so teuren Neuwagen.

Dabei ist eines völlig klar: die Vogelwelt wartet nicht nur mit freundlicher Schönheit oder lästigem Ärgernis auf, sondern sie trägt einen großen Anteil daran, dass Mutter Natur so walten kann, wie der Mensch es auch braucht. Weshalb Vögel so wichtig für den Fortbestand des Planeten sind, erklärt der folgende Ratgeber.

Flora und Fauna im Gleichgewicht – deshalb haben Vögel einen so großen Einfluss auf die Umwelt

Ein Lebensraum, der über einen großen Artenreichtum aus dem Reich der Vögel verfügt gilt stets als besonders gesunder Naturhaushalt. Wo die Natur in all ihren Facetten zwischen Flora und Fauna im Gleichgewicht ist, sind Vögel besonders gern zuhause. Das liegt vor allem daran, dass sie dort alles finden, was sie zum weiteren Bestehen ihrer Art benötigen. Vögel sind für die Biodiversität verschiedener Lebensräume insofern zudem besonders wichtig, da sie verschiedene Rollen in der Kette des Naturhaushalts übernehmen. Sie sind Schädlingsbekämpfer, Samenverbreiter, Blütenbestäuber und Klimaberater zugleich.

Damit tragen sie besondere Sorge für das Gleichgewicht aller Arten in der Natur – auch für den Menschen. Nur ein Beispiel: der Eichelhäher sorgt, wenn auch mehr unabsichtlich, für den Fortbestand von Baumbewuchs. Da der Häher seine Beute im Waldboden vergräbt, dem Eichhörnchen nicht unähnlich, bis er seine Bevorratungen nutzt, jedoch nicht alle vergrabenen Samen wieder finden kann, sorgt er so dafür, dass der Baumbestand im Wald immer wieder aufgefüllt wird. Und das auf ganz natürliche Weise, fernab jeder menschengemachten Pflanzkultur.

Vögel als Meister der Bionik

Kaum ein Traum hat den Menschen zu so großartigen Leistungen angetrieben, wie der vom Fliegen. Die Patenschaft für diesen Menschheitstraum liegt eindeutig auf der Hand. Der Wunsch, es den Vögeln gleich zu tun und frei durch die Lüfte zu schweben, ist so alt wie Menschheit selbst. Hätte es keine gefiederten, fliegenden Vorbilder gegeben, wäre die Menschheit wohl auch niemals auf die Idee gekommen, die Lüfte erobern zu wollen. Hier wird es also sehr offensichtlich. Nur wenige Tierwesen haben die Menschheit derart beeinflusst, vor allem durch ihre Unterschiedlichkeit zu anderen (Säuge-)Tieren, wie die Vögel. Doch nicht nur das Fliegen haben wir von der Vogelwelt lernen können, sondern auch eine Reihe anderer Erfindungen, die den Menschen das Leben erleichtern, stammen aus der Welt der Vögel. Auch Schwimmvögel, wie die Ente, haben durch das Beobachten ihrer natürlichen Verhaltensweisen der Menschheit neue Perspektiven eröffnet. Weshalb schwimmt ein Schiff? Weil die Ente auch nicht unter geht.

Die lange und gleichzeitig breite Körperform der Ente sorgt im Wasser für Auftrieb und verhindert so, dass der Vogel im Wasser versinkt. Diese Eigenschaft machten sich menschliche Ingenieure bereits in der Antike zum Vorbild, um Schiffe zu bauen. Auch das Gefieder vieler Vogelarten ist für die Bionik von besonderem Interesse. Durch seine Struktur in Kielen bietet es gleichermaßen Widerstand in der Luft, ist jedoch auch enorm leicht. Hieran orientieren sich Ingenieure heute noch, um Werkstoffe besonders leicht und flexibel, aber auch robust zu designen.

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