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Warum sind Zebras gestreift? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Sicherlich eines der imposantesten Tierwesen, die die Steppe Afrikas zu bieten hat, ist das Zebra. Mit seinem dem Pferd ähnlichen Körperbau und der auffälligen schwarz-weißen Fellmusterung gehört es zu den berühmtesten Säugetieren des Kontinents. Aber wieso ist ein Zebra eigentlich schwarz-weiß? Die Forschung geht dieser Frage schon seit langer Zeit nach, ohne sie bisher abschließend klären zu können. Über die verschiedenen Vermutungen, die dem heutigen Forschungsstand nach am wahrscheinlichsten scheinen, soll dieser Ratgeber aufklären.

Streifen als Tarnung

Als eine der populärsten Meinungen, weshalb das Zebra, welches den wissenschaftlichen Namen Hippotigris trägt, gilt, dass das Streifenmuster der Tiere, die der Art der Pferde angehören, den Zweck der Tarnung erfüllt. Eine Vermutung der Wissenschaft ist, dass die schwarz-weißen Streifen des Tieres in der Bewegung einer Herde potenzielle Angreifer verwirren. Durch schnelle Bewegungen, etwa bei der Flucht vor Löwen oder anderen Raubtieren, werden diese durch einen Effekt verwirrt, der dem eines Stroboskops gleich kommt. Wenn mehrere Zebras auf einem Fleck weilen, lässt sich ein einzelnes Tier durch das Streifenmuster für Jägerinnen nur schwer erkennen.

Die Bewegungen der Tiere erscheinen dem Angreifer als langsam, während sich das Tier in der Tat schnell bewegt. Dabei erlangen Zebras einen Vorteil in ihrem Fluchtverhalten. Des weiteren könnten die Streifen im hohen Gras der Savanne Schutz bieten, indem sie das Zebra im Dämmerlicht weniger sichtbar erscheinen lassen. Diese Theorie lässt sich allerdings nicht vollends wissenschaftlich verifizieren. In der Tat geht man heutzutage eher davon aus, dass dieser Effekt eine untergeordnete Rolle spielt, da sich angreifende Tiere weniger auf die Sicht als auf Witterung oder ihr Gehör verlassen. Dennoch ist diese Meinung immer noch weit verbreitet.

Schutz vor Fliegen und Bremsen

Eine weitere Hypothese über den Zweck der Musterung der Zebras verhandelt die Idee, dass diese zur Abschreckung von blutsaugenden Insekten wie der Tsetsefliege gedacht ist. Die die Schlafkrankheit übertragende Fliege, die auch bei Pferden, zu deren Gruppe auch das Zebra gehört, eine ernste, zum Tod führende Infektion hervorrufen kann, soll laut wissenschaftlicher Studien durch das Streifenmuster nicht in der Lage sein die schwar-weißen Huftiere zu erkennen. Durch ihre Facettenaugen seien die Fliegen nicht in der Lage auf den Körpern der Tiere zu landen. Damit wäre die evolutionär gesehen die schwarz-weiße Färbung der Tiere ein Selektionsvorteil. Für diese Theorie spricht, dass derselbe Effekt bei Wasserböcken bereits bekannt ist.

Thermoregulierung

Neben den bereits genannten Theorien besteht zudem auch die Möglichkeit, dass die schwarz-weiße Musterung es den Tieren erleichtert ihren Temperaturhaushalt in den widrigen Bedingungen der afrikanischen Steppe besser zu regulieren. Schwarze Flächen heizen bedeutend schneller auf als helle, weshalb besagte Theorie es in Erwägung zieht, dass durch den Farbwechsel im Fell zwischen hellen und dunklen Flächen winzigste Luftwirbel entstehen, die zu einem Ausgleich der Körpertemperatur beitragen.

Konkret bedeutet dies, wie Untersuchungen ergaben: die weißen Körperflächen hatten, im Verhältnis, in der afrikanischen Mittagssonne eine deutlich niedrigere Temperatur als die schwarzen Flächen. Das schwarze Fell der dunklen Flächen ist zudem aufstellbar, im Unterschied zu den weißen Flächen, was für einen Zirkulationseffekt spricht. Trotz einiger vielversprechender Studien konnte jedoch auch diese Theorie nicht zufriedenstellend verifiziert werden.

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