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Warum sind Quallen gefährlich? – Aufklärung

Sie sind im Meer, baden zur Entspannung oder schwimmen eine Runde. Plötzlich spüren Sie tatsächlich einen Stich. Das kann im Wasser praktisch nur eines bedeuten: Quallenstich! Das ist nahezu in jedem Fall äußerst unangenehm. Überhaupt kein Vergleich zu einem läppischen Bienenstich. Doch Achtung, ein solcher Stich ist nicht selten auch ziemlich gefährlich.

Sie sind im Meer, baden zur Entspannung oder schwimmen eine Runde. Plötzlich spüren Sie tatsächlich einen Stich. Das kann im Wasser praktisch nur eines bedeuten: Quallenstich! Das ist nahezu in jedem Fall äußerst unangenehm. Überhaupt kein Vergleich zu einem läppischen Bienenstich. Doch Achtung, ein solcher Stich ist nicht selten auch ziemlich gefährlich.

Ein Quallenstich ist wahrscheinlicher als ein Haiangriff

Ganz ehrlich, fast jeder Mensch hat Angst vor einem Haiangriff. Was wir dabei jedoch vergessen, ist die Tatsache, dass diese Form der Bedrohung ein sehr unwahrscheinliches Szenario ist. Pro Jahr werden rund 70 bis 80 Haiattacken statistisch festgehalten. Zehn davon sind im Durchschnitt tödlich. Im Vergleich dazu, erschein die eigentlich harmlos wirkende Qualle wie ein echter Killer. Wie häufig die Nesseltiere unbeabsichtigt mit dem Menschen zusammenstoßen, ist nicht einmal genau erfasst. Fakt ist aber, dass pro Jahr durchschnittlich 100 bis 150 Menschen durch einen Quallenstich ihr Leben lassen. Kaum zu glauben, oder? Die Quallen töten 10 bis 15 Mal mehr Menschen als die gefährlich gebrandmarkten Haie!

Alle Quallen sind giftig

Man darf sie wirklich nicht unterschätzen. Ihre Erscheinung ist zumeist faszinierend, wenn nicht sogar als wunderschön zu betiteln, aber jede Quallenart ist giftig. Häufig sind diese Gifte für den Menschen zwar harmlos, hinterlassen aber trotzdem starke Schmerzen. Symptome von eher weniger giftigen Quallen sind bspw. Hautrötungen und Schwellungen an der betroffenen Stelle. Hat man das Pech von einer hochgiftigen Würfelqualle gestochen worden zu sein, kann es zu Herz-Kreislauf-Reaktionen kommen, die auch den Tod nach sich ziehen. Sie wird nicht umsonst auch Seewespe genannt und ist für die meisten Toten bei Quallenstichen verantwortlich. Auf die Würfelquallen trifft man jedoch nur in Australien, aber egal in welchem Meer man sich befindet, es gibt sie eigentlich überall auf der Welt.

Unabhängig von Regionen: Quallen findet man überall

Das, was die grazil fortbewegenden Tiere und ihre Stiche so gefährlich macht, ist ihr Häufigkeit. Es ist egal in welchen (größeren) Gewässern Sie sich befinden, ob Atlantik oder Pazifik, ob Nord- oder sogar Ostsee, sie sind überall anzutreffen. Je nach Art bevorzugen sie eben tropische oder subtropische Gebiete. Zum Beispiel bevorzugt die gelbe Nesselqualle, auch Feuerqualle genannt, hauptsächlich die Ostsee. Diese Art ist im Verhältnis zu einer Würfelqualle zwar weniger gefährlich, trotzdem ist eine Berührung mit ihren Tentakeln kein Leckerbissen. In der Regel fühlt sich ihr Stich an wie ein Brennen auf der Haut, ähnlich wie der Kontakt mit Brenneseln. Ist man als Person jedoch empfindlicher, so sind auch allergische Reaktionen eine Folge. Jedoch gibt es mit dieser Unterart keinerlei Statistik, bei denen von Todesfällen die Rede ist.

Quallenstiche sind nahezu unvorhersehbar

Auch ihre optische Erscheinung gilt als ein wichtiger Faktor bei Stichen. Denn Grund für diese sind zumeist, wie immer in der Natur, ein Zufall. Weder beabsichtigt noch böswillig. Der Mensch kommt dem Tier schlichtweg zu nah. Da Quallen teilweise über meterlange Tentakel verfügen, ist ein Aufeinandertreffen bei naher Sichtung ziemlich wahrscheinlich. Das heißt also für Schwimmer oder Taucher: Abstand wahren! Doch häufig ist es auch so, dass Quallen einfach übersehen werden. Diese Tiere bestehen bis zu 90 % (und mehr) aus Wasser. Viele ihrer Art sind dadurch fast durchsichtig. Im trüben Wasser mit eingeschränkter Sicht sind Unfälle fast vorprogrammiert. Es gehört zwar immer noch viel Pech dazu, im offenen Gewässer auf sie zu treffen, trotzdem wird diese Situation meist unterschätzt, besonders beim Tauchen!

Zusammenfassung: Was macht Quallen gefährlich?

Die harmlos wirkenden und optisch ansehbaren Tiere kommen in nahezu jeden Gewässer vor, praktisch alle von ihnen besitzen Gifte und selbst die ungefährlichsten ihrer Art können starke Schmerzen hervorrufen. Man sollte es definitiv unterlassen sich Quallen zu nähern und wenn, dann beobachten Sie sie aus sicherer Entfernung und bei Möglichkeit nur mit erfahrenen Tauchern. Allgemein gilt aber im Meer: Seien Sie vorsichtig, riskieren Sie nichts. Selbst die schönsten Meeresbewohner können Ihnen schaden zu fügen!

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