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Wofür steht das „Fleder“ bei Fledermäusen? – Aufklärung

Fledermäusen

Um zu verstehen, weshalb die Fledermaus ihren Namen trägt, müssen Interessierte einiges über ihr Verhalten erfahren. Auch als Microchiroptera in wissenschaftlicher Bezeichnung bekannt, ist die Fledermaus in vielen Regionen der Welt verbreitet. Die Ordnung der sogenannten Fledertiere umfasst Fledermäuse aus allen Regionen, außer der Antarktis und der vereisten Polregionen. Sie stellen die einzigen Gebiete dar, auf dem die fliegenden Geschöpfe nicht zu finden sind. Abseits davon existieren sie in unterschiedlichen Größen seit etwa 50 Millionen Jahren auf diesem Planeten. Riesenabendsegler zählen zu den größten Fledermausarten, die in Europa heimisch sind.

Um zu verstehen, weshalb die Fledermaus ihren Namen trägt, müssen Interessierte einiges über ihr Verhalten erfahren. Auch als Microchiroptera in wissenschaftlicher Bezeichnung bekannt, ist die Fledermaus in vielen Regionen der Welt verbreitet. Die Ordnung der sogenannten Fledertiere umfasst Fledermäuse aus allen Regionen, außer der Antarktis und der vereisten Polregionen. Sie stellen die einzigen Gebiete dar, auf dem die fliegenden Geschöpfe nicht zu finden sind. Abseits davon existieren sie in unterschiedlichen Größen seit etwa 50 Millionen Jahren auf diesem Planeten. Riesenabendsegler zählen zu den größten Fledermausarten, die in Europa heimisch sind.

Diese Eigenart der Fledermäuse definiert ihre Namensbezeichnung

Am häufigsten tritt die Zwergfledermaus hierzulande in Erscheinung. Zwischenzeitlich können sich durchaus südeuropäische Arten in unseren Gefilden verirren. Insbesondere Inselbewohner, wie die Madeira-Fledermaus oder die Kanaren-Fledermaus verirren sich zeitweise in Regionen des Festlands. Im Mittelmeerraum verbreitet hingegen ist die Europäische Bulldoggfledermaus. Sie tritt in Italien gleichwohl wie an der Küste Nordafrikas auf. Dabei fliegen sie weniger wie Vögel von A nach B, die sich durchaus von Winden tragen lassen können. Stattdessen müssen sie ihre gesamte Muskelkraft einsetzen, um überhaupt in der Luft bleiben zu können. Klassische Flugkünstler sind diese Säugetiere der Luft daher nicht.

Um hinauf zu steigen, bewegen die Akrobaten des Himmels ihre Flügel in flatternder Weise. Dadurch erhalten sie, bei genügend Schwingungen, den erforderlichen Auftrieb, um etwa auf Beutejagd zu gehen oder ihr Schlafrevier zu finden. Zwar können Windströmungen, wie der starke Jetstream dazu führen, dass sie in andere Himmelsrichtungen geleitet werden, dennoch benötigt die Fledermaus für den Flug viel Kraft und Ausdauer. Damit fällt ihnen der Flug deutlich schwerer als dies bei Vögeln der Fall wäre, da diese Federn an den Flügeln aufweisen, die weniger Energie benötigen, um in der Luft zu bleiben. Folglich bleibt Fledermäusen nichts anderes übrig, als mit ihren mit Haut bespannten Flügeln zu flattern und gegebenenfalls auf geeignete Auftriebswinde zu hoffen.

Mit dem Flatterflug und einer altdeutschen Überlieferung lässt sich das „Fleder“ der Fledermäuse zum Teil erklären

Der Flatterflug ist diesbezüglich wohl namensgebend für das „Fleder“ in der Bezeichnung Fledermaus. Ihr Flattern in der Luft wurde noch im 8. Jahrhundert als „vledern“ oder „fledarn“ beschrieben. Mittel- und Althochdeutsche Dialekte können hier in ihrer Aussprache leicht schwanken. Diese Beschreibung hat sich über die Jahrhunderte als „Fleder“ im aktuellen Sprachgebrauch festgesetzt. Früher wurden solche Fledertiere als „Vledermus“ beschrieben. Die „Mus“ stand hierbei für das Nagetier „Maus“. Wie Mäuse, zählen Fledertiere zwar zu Wirbeltieren, sie sind jedoch keine Nager und somit nicht unmittelbar mit Mäusen verwandt.

Eine andere Definition für das „Fleder“ in der deutschen Bezeichnung der Microchiroptera

Fledermäuse haben sich vor Urzeiten von ihren möglicherweise vierbeinigen Vorfahren, den Pferden und Rindern abgespaltet und eine eigene Klasse der Fledertiere erzeugt. Nach den flugfähigen Pterosauriern, sind sie demnach historisch länger in der Luft unterwegs, als unsere modernen Vögel, die sich aus den letzten Theropoden, den zweibeinigen Dinosauriern gebildet haben. Microchiroptera, die Bezeichnung der Fledertiere stammt aus dem altgriechischen. Das Wort „Chiro“ bedeutet Hand. „Pteron“ steht für den Flügel, kann aber auch Feder bedeuten, wobei dies bei der Fledermaus im eigentlichen Sinne falsch wäre.

Zusammengenommen ergibt sich aus der Bezeichnung Microchiroptera demnach die Übersetzung als Handflügel oder Handflügler. Die lichtscheuen, nachtaktiven Flugtiere könnten das „Fleder“ in ihrem Namen jedoch nicht nur aufgrund einer deutschen Dialektüberlieferung tragen. Mit der griechischen Bezeichnung Pteron, haben sich möglicherweise die Begriffe „Flügel“ und „Feder“ vermischt, womit das „Fleder“ in ihrem Namen seinen weiteren Ursprung haben könnte. Ob die Fledermaus ihren Namen ausschließlich aus einer altdeutschen Überlieferung trägt oder aus der griechischen Übersetzung erhalten hat, ist bis zum heutigen Tage nicht vollkommen geklärt. Daher ist es nicht auszuschließen, dass für ihre Namensgebung mehrere Faktoren eine Rolle spielten.

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